Können Sie uns kurz Ihre Einrichtung vorstellen und Ihren Aufgabenbereich darin beschreiben?
Das Krankenhaus Lindenbrunn führt 212 Planbetten, die sich auf die medizinisch/pflegerischen Fachabteilungen Akutneurologie, Neurologische Frührehabilitation, Neurologische Rehabilitation der Phasen C und D, Akutgeriatrie, Geriatrische Frührehabilitation und Geriatrische Rehabilitation verteilen. Das Krankenhaus Lindenbrunn ist nach DIN EN ISO 9001:2015 und QMS-REHA® zertifiziert. Unsere Patienten kommen meist direkt aus der Akutversorgung, etwa nach Schlaganfällen oder schweren neurologischen Erkrankungen. Unser multiprofessionelles Team, bestehend aus Physio- und Ergotherapeuten, Masseuren und medizinischen Bademeistern, Sportwissenschaftlern, Sprachtherapeuten, Neuropsychologen und Musiktherapeuten sowie Pflegekräften und Ärzten, arbeitet eng zusammen, um einen ganzheitlichen Therapieansatz in der Rehabilitation zu ermöglichen. Ich selbst bin Teil des therapeutischen Leitungsteams, Bereich Physio-, Physikalische und Sporttherapie und begleite die Implementierung neuer Therapiekonzepte, darunter auch Systeme wie die WONDERWALL.
Seit wann nutzen Sie die WONDERWALL in Ihrer Klinik?
Wir arbeiten seit Mitte 2025 mit der WONDERWALL. Die Entscheidung fiel im Rahmen unserer Strategieplanung zur Erweiterung unserer therapeutischen Möglichkeiten.
Was hat Sie dazu bewegt, sich für die WONDERWALL zu entscheiden?
Uns hat besonders das interaktive und motivierende Konzept überzeugt. Die WONDERWALL ermöglicht es, klassische Therapieinhalte auf neue Weise darzustellen und ist individuell
anpassbar, spielerisch und dennoch gezielt. Für unsere Patienten, insbesondere in der neurologischen Frührehabilitation aber auch der Geriatrie, ist Motivation ein entscheidender
Faktor. Das System bietet hier eine wertvolle Ergänzung zu den klassischen Therapieformen.
In welchen Bereichen Ihrer Klinik wird die WONDERWALL eingesetzt (z. B. Physiotherapie, Reha, Geriatrie, Sportmedizin)?
Hauptsächlich kommt die WONDERWALL in der Physiotherapie und in interdisziplinären Settings der neurologischen und geriatrischen Rehabilitation zum Einsatz. Auch Ergotherapeuten binden sie in alltagsrelevante Bewegungsübungen ein. Besonders beim Gleichgewichtstraining sowie zur Verbesserung der Koordination ist sie regelmäßig im Einsatz. Darüber hinaus wird die WONDERWALL zur Verbesserung der Hand-Augen Koordination aber auch dem bihemispherischen Arbeiten genutzt.
Wie wurde die Integration des Systems in den Klinikalltag umgesetzt?
Die Einführung verlief schrittweise: Zunächst wurden ausgewählte Therapeuten geschult, die nun als Multiplikatoren im Team agieren. Die Akzeptanz im Team war von Beginn an hoch, vor allem, weil das System intuitiv bedienbar ist. Inzwischen ist die WONDERWALL fest in die Therapie integriert.
Welche Vorteile sehen Sie im täglichen Einsatz der WONDERWALL für Ihre Patient:innen und Ihr Therapeutenteam? Wo werden Sie entlastet und unterstützt?
Ein großer Vorteil ist die hohe Motivation der Patienten. Die visuelle Rückmeldung, das spielerische Element und die Möglichkeit zur direkten Erfolgskontrolle wirken aktivierend. Für die Therapeuten bedeutet das oft weniger Überredung, mehr Mitmachen. Zudem bietet die Wonderwall viele Möglichkeiten zur Individualisierung der Therapie.
Gibt es bestimmte Therapieansätze oder Patientengruppen, für die sich das System besonders bewährt hat?
Ja, insbesondere bei Patienten mit kognitiven Einschränkungen oder Aufmerksamkeitsdefiziten beobachten wir eine Aktivierung durch die interaktiven Übungen. Auch für sturzgefährdete geriatrische Patienten oder auch unsere Parkinson-Patienten lässt sich das Training gezielt zur Verbesserung von Reaktion, Standstabilität, Bewegungserweiterung und Mobilität einsetzen.
Welche Auswirkungen hat die WONDERWALL auf die Qualität Ihrer therapeutischen Angebote?
Die Qualität der Therapie wird durch die WONDERWALL ergänzt bzw. erweitert: Wir können komplexe Bewegungsmuster trainieren, messbare Erfolge darstellen und die Therapie individualisieren. Das ist ein echter Gewinn, vor allem bei heterogenen Patientengruppen wie in der Frühreha.
Wie beurteilen Sie die Benutzerfreundlichkeit des Systems aus Sicht Ihrer Therapeut:innen?
Sehr positiv. Die Benutzeroberfläche ist intuitiv und logisch aufgebaut. Die Einweisung war unkompliziert, und die meisten Kollegen konnten nach kurzer Einarbeitung selbstständig damit arbeiten. Auch Anpassungen während der Therapie – z. B. Schwierigkeitsgrad oder Übungswechsel – sind schnell umzusetzen.
Wie reagieren Patient:innen auf die Arbeit mit der WONDERWALL? Gibt es Feedback, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?
Viele Patienten sind begeistert. Besonders im höheren Alter erleben wir oft ein echtes „Aha-Erlebnis", wenn sie mit der Wonderwall interagieren und merken, dass das Training ihnen Spaß macht.
Wo sehen Sie die Notwendigkeit des Einsatzes von digitalen, als auch klassischen Trainingssystemen für Therapie und Training in Ihrer Einrichtung?
Wir sehen Systeme wie die WONDERWALL nicht als Ersatz, sondern als gute Ergänzung. Die Kombination aus klassischer Therapie und interaktiven Ansätzen ermöglicht uns, ein sehr breites Spektrum abzudecken – von Basisfähigkeiten bis hin zu alltagsnahen kognitiven Anforderungen. Das ist in allen Phasen der Rehabilitation essenziell.
Was würden Sie anderen Entscheidern über die WONDERWALL erzählen?
Ja, definitiv. Unsere Erfahrungen mit der WONDERWALL sind durchweg positiv. Ich würde anderen Einrichtungen empfehlen, solche Systeme offen zu prüfen. Sie bieten nicht nur neue therapeutische Möglichkeiten, sondern auch Chancen zur Steigerung von Motivation und Therapieerfolg – sowohl für die Patienten als auch für den das Team.