Können Sie uns kurz Ihre Einrichtung vorstellen und Ihren Aufgabenbereich darin beschreiben?
Das Klinikum Siegen beschäftigt rund 2.000 Mitarbeitende und zählt zu den größten Arbeitgebern in der Region. Träger des Unternehmens ist der Kreis Siegen-Wittgenstein. Wir haben über 600 Betten im somatischen und psychiatrischen Bereich und versorgen unsere Patientinnen und Patienten in insgesamt 15 Fachkliniken auf höchstem medizinischem Niveau.
Als Therapeuten in einem Akutkrankenhaus ist es unsere Aufgabe, die Patientinnen und Patienten auf ihrem Weg zurück zur Selbstständigkeit zu unterstützen. Bei jedem einzelnen von ihnen erkennen wir Ressourcen und entwickeln einen individuellen Therapieplan.
Seit wann nutzen Sie die WONDERWALL in Ihrer Klinik?
Wir nutzen die WONDERWALL seit Juni 2025.
Was hat Sie dazu bewegt, sich für die WONDERWALL zu entscheiden?
Wir haben die WONDERWALL auf einer Messe in München kennen gelernt und waren sofort begeistert. Besonders überzeugt hat uns die Kombination aus intuitivem Handling, moderner Technologie und praxisorientiertem Design. Das System passt perfekt zu unserem Ansatz, Therapie innovativ, motivierend und erweiterbar zu gestalten.
In welchen Bereichen Ihrer Klinik wird die WONDERWALL eingesetzt (z. B. Physiotherapie, Reha, Geriatrie, Sportmedizin)?
Sie wird bei uns in der Physio- und Ergotherapie genutzt – insbesondere für Patientinnen und Patienten aus der Neurologie, Geriatrie, Inneren Medizin und Chirurgie. Damit können wir sowohl motorische als auch kognitive Fähigkeiten gezielt fördern und abwechslungsreich trainieren.
Wie wurde die Integration des Systems in den Klinikalltag umgesetzt?
Alle Mitarbeitenden der Ergo- und Physiotherapie wurden direkt durch einen Ansprechpartner der WONDERWALL in unserer Klinik geschult. Die Integration verlief dadurch reibungslos. Durch die ortsnahe Lagerung der Materialien ist das System schnell einsatzbereit, so wird keine große Vor- und Nachbereitungszeit benötigt.
Welche Vorteile sehen Sie im täglichen Einsatz der WONDERWALL für Ihre Patient:innen und Ihr Therapeutenteam? Wo werden Sie entlastet und unterstützt?
Im Therapiesetting ist durch die hohe Anzahl an Variabilität der Übungen ein großes Maß an Shaping up und down möglich, welches individuell an jeden Patienten angepasst werden kann, was gerade in einer Akutklinik täglich stark variiert. Darüber hinaus fördert die Kombination aus visuellen, auditiven und motorischen Reizen mehrere Sinneskanäle gleichzeitig, sodass sowohl koordinatorische als auch kognitive Fähigkeiten gefördert werden. Zudem sehen wir einen großen Vorteil darin, dass die Therapie unkompliziert einzeln oder in Gruppen stattfinden kann, denn besonders in Gruppentherapien schafft sie neue Dynamik und Motivation. Die Übungen lassen sich spielerisch, interaktiv und zugleich therapeutisch anspruchsvoll gestalten. Für unser Team bedeutet das eine wertvolle Entlastung, weil die Inhalte strukturiert und variabel abrufbar sind.
Gibt es bestimmte Therapieansätze oder Patientengruppen, für die sich das System besonders bewährt hat?
Besonders bei chirurgischen Patienten eignet sich das System mit dem Fokus auf die Erweiterung des Bewegungsausmaßes sehr. Außerdem bei einer großen Bandbreite an neurologischen Patienten. Etwa bei Parkinson Erkrankungen, Multipler Sklerose oder nach einem Apoplex. Auch geriatrische Patienten profitieren stark vom Training an der WONDERWALL, vor allem im Bereich des Kraftaufbaus und der Sturzprophylaxe. Durch die Förderung der Eigeninitiative wächst das Selbstvertrauen und das Selbstwirksamkeitserleben wird gestärkt.
Welche Auswirkungen hat die WONDERWALL auf die Qualität Ihrer therapeutischen Angebote?
Die WONDERWALL ist eine optimale Ergänzung zu unserem bisherigen Therapieangebot. Sie ermöglicht eine abwechslungsreiche und effektive Therapie. Zudem bietet sie die Möglichkeit die individuelle Leistungsgrenze der Patienten immer wieder gezielt zu verschieben.
Wie beurteilen Sie die Benutzerfreundlichkeit des Systems aus Sicht Ihrer Therapeut:innen?
Das System ist gut verständlich und ermöglicht ein einfaches und schnelles Handling. Somit ist es ideal für den Klinikalltag, in dem Flexibilität und Zeitmanagement entscheidend sind.
Wie reagieren Patient:innen auf die Arbeit mit der WONDERWALL? Gibt es Feedback, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?
Häufig herrscht bei den Patienten erstmal eine grundsätzliche Skepsis, die aber nach wenigen Minuten meist abgelöst wird durch Spaß und Freude an der Benutzung der vielfältigen Applikationen/Übungsvarianten.
Wo sehen Sie die Notwendigkeit des Einsatzes von digitalen, als auch klassischen Trainingssystemen für Therapie und Training in Ihrer Einrichtung?
Wir nutzen sowohl digitale als auch klassische Trainingssysteme. Digitale Systeme kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn Patienten nach einer individuellen Einweisung durch unsere Therapeuten Übungen selbstständig durchführen können. Trotzdem bleibt das klassische, patientennahe Arbeiten für uns zentral, weil der direkte Kontakt und die persönliche Betreuung nicht zu ersetzen sind. Digitale Angebote verstehen wir daher als sinnvolle Ergänzung.
Was würden Sie anderen Entscheidern über die WONDERWALL erzählen?
Die WONDERWALL ist auf kleinem Raum ein vielfältiges Trainingssystem, was den Klinikalltag bereichert. Besonders gut, kann es in Form von Einzel- oder Gruppentherapie wie auch im Rahmen von Zirkeltrainings zum Einsatz kommen. Außerdem sind die Trainingssysteme für nahezu alle Patienten im Krankenhaus sinnvoll und hilfreich, da sie sich nahtlos in den Klinikalltag integrieren lassen. Sie stehen für eine moderne, motivierende Form der Therapie, die Patienten aktiviert, Mitarbeitende unterstützt und unsere Einrichtung ein Stück innovativer macht.